Multimorbidität nimmt im Alter zu

Multimorbidität nimmt im Alter zu

Multimorbidität nimmt im Alter zu

Eine Berliner Altersstudie fand kürzlich heraus, dass 96% der über 70-Jährigen an mindestens einer Krankheit leiden. Viele wohnen im Alter dennoch in den eigenen vier Wänden, denn häufig werden die Alltagskompetenzen der Senioren durch ihre Krankheiten nicht oder aber nur wenig eingeschränkt.
In anderen Fällen ist der Umzug in ein Alten- oder Pflegeheim nicht zu vermeiden, besonders wenn die betroffenen Senioren und Seniorinnen nicht nur an einer, sondern an mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden. Hier spricht man dann von Multimorbidität oder Polypathie.
Grund für diese Mehrfacherkrankung ist, dass der Körper älterer Menschen nicht mehr so widerstands- und anpassungsfähig wie der von jüngeren Menschen ist.

Behandlung und Betreuung

Auch die Behandlungsbedürftigkeit steigt mit zunehmendem Alter und die Erkrankungen sind viel häufiger chronisch. Und je schwerer die chronische Krankheit ist, desto öfter treten auch akute Krankheiten auf, da der schon geschwächte Körper anderen Krankheiten nicht mehr wie gewohnt trotzen kann.
Des Weiteren treten häufiger Komplikationen auf und die Genesungszeit ist deutlich länger in jüngeren Jahren.
Allerdings sind viele Krankheiten, die im Alter auftreten auch häufig symptomärmer, das heißt, obwohl man unter einer chronischen Krankheit leidet, fühlt sich der Betroffene nicht unbedingt krank. Beispiele hierfür sind Krankheiten wie Bluthochdruck oder Altersdiabetes, die zwar behandlungsbedürftig sind, aber bei der richtigen Medikation kaum oder sogar gar keine Beschwerden beim Erkrankten auslösen.
Dies ist auch der Grund, warum so viele Senioren und Seniorinnen selbst in hohem Alter und obwohl sie unter einer chronischen Krankheit leiden noch zu Hause wohnen und Alltagstätigkeiten wie Putzen, Kochen oder Einkaufen noch sehr gut selbstständig erledigen können.

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