Bis zu 3 Jahren nicht an

Bis zu 3 Jahren nicht an

Bis zu 3 Jahren nicht an Verhütung denken: Das Hormonimplantat

Das Hormonimplantat ist in Deutschland seit Juni 2000 zugelassen.

Wirkungsweise

Das Stäbchen ähnelt in seiner Wirkungsweise der Pille, d.h. die Verhütung beruht darauf, dass Hormone, nämlich Gestagen, in den Kreislauf abgegeben werden und dazu führen, dass der Eisprung ausbleibt und der Gebärmutterhalsschleim sich so sehr verdickt, dass ein Eindringen für Spermien sehr viel schwieriger oder nicht möglich ist.

Anwendung

Das Implantat wird von der Ärztin/dem Arzt ambulant eingesetzt. Der Gynäkologe/ die Gynäkologin betäubt hierfür die Haut an der Innenseite eines Oberarms, führt einen kleinen oberflächlichen Schnitt durch und schiebt das etwa 2-3 cm große Stäbchen unter die obere Hautschicht. Dort ist es nach wenigen Tagen kaum mehr zu spüren. Nach maximal 3 Jahren wird es vom Arzt mithilfe eines Hautschnittes wieder entfernt. Achten Sie darauf, dass Sie sich das Stäbchen nur von einem speziell geschulten Gynäkologen/ einer Gynäkologin einsetzen lassen!

Sicherheit

Nach Einbringen des Stäbchens ist die Frau sofort für bis zu 3 Jahre zuverlässig vor einer Schwangerschaft geschützt. Wichtig ist hierbei jedoch das kleine Wörtchen „bis“ denn das Ende der 3 Jahre ist nicht auf den Tag genau zu bestimmen. Da die Übergänge hier fließend sind bitte in dieser letzten Phase zusätzlich verhüten, z. B. mit einer Barrieremethode wie dem Kondom. Der Pearl-Index beträgt 0,1 -0,9.

Vorteile

Garantierter Schutz für einen sehr langen Zeitraum- das Problem Verhütung ist mit einem Eingriff für lange Zeit gelöst- und doch kann man das Stäbchen jederzeit wieder entfernen lassen worauf sich die Fruchtbarkeit schnell wieder einstellt.

Nachteile

Akne, Kopfschmerzen, Brustspannen, Gewichtszunahme, Depression sind Nebenwirkungen, die bei ca. 10% aller Anwenderinnen auftreten. Die Periodenblutung bleibt zwar aus- Schmierblutungen sind jedoch ein häufiges Phänomen. Bei manchen Frauen findet 2-3-Mal pro Jahr eine normale Menstruationsblutung statt- bei einigen wenigen mehrmals als normal, z.B. zweimal pro Monat. Manche Frauen nehmen in den 3 Jahren viel an Gewicht zu- was ebenfalls mit dem Einsetzen des Implantats in Verbindung gebracht werden kann. Auch werden gegenwärtig Zusammenhänge zwischen hormoneller Verhütung und verändertem Lustempfinden diskutiert. Um diesen Zusammenhang wissenschaftlich zu beleuchten, hat das Landesinstitut für Frauengesundheit eine innovative Studie gestartet, bei der die Teilnehmerinnen auch einiges über ihre eigene Sexualität erfahren können. Interesse? Dann geht es [hier: Link zu Studie & Fragebogen] weiter.

Risiken

In sehr seltenen Fällen kam es zu einer „Wanderung“ des Stäbchens. In extrem seltenen Fällen konnte das Implantat nicht mehr gefunden werden und es kam so zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit. Unser Tipp: Das Implantat ist leicht unter der Haut zu ertasten- so können Sie sich jederzeit versichern, dass es sich an der richtigen Stelle befindet.

Kontraindikationen

Nicht geeignet ist das Verhütungsstäbchen für Frauen, die bereits Thrombosen hatten, die an schweren Lebererkrankungen leiden oder ungeklärte vaginale Blutungen im Vorfeld haben. Bei einer bestehenden Schwangerschaft oder einer bekannten Allergie gegen Etonogestrel und/oder Ethylenvinylacetat darf das Implantat nicht eingesetzt werden.

Kosten

Ca. 300 Euro (incl. Honorar des Arztes für das Einsetzen)

Werbung

Abnehmen